Nach der ausgelassenen Abschlussdisco wirkte das Lager beim Frühstück ein wenig wie eine Mischung aus Zombie-Apokalypse und Kuscheltier-Ausstellung. Alle trotteten müde, aber mit einem Kofferraum voller Erinnerungen zum letzten gemeinsamen Frühstück. Das Bewusstsein, dass die letzte Nacht im Lager hinter ihnen lag, hing so schwer in der Luft, dass man es fast hätte mit dem Pfannenwender vom Frühstückstisch kratzen können.
Kaum war der letzte Bissen Müsli (ohne Rosinen-Klau durch Fetti, erstaunlich genug) gegessen, begann die große Operation Heimreise:
Manche liefen noch im Halbschlaf mit dem Schlafsack über der Schulter herum, andere waren schon so im Aufräum-Flow, dass sie fast auch die Tischdeko einpackten. Doch am Ende hatten alle das gleiche Ziel: noch einmal gemeinsam anpacken, bevor es zurück in die Heimat ging.
“Wenn schon Heimfahrt, dann mit vollem Bauch!”
🔥 Vom Plancha-Grill – nur für euch frisch gebruzzelt:
Der letzte Mohikaner-Burger
Saftiges Patty, knusprig vom Plancha geküsst, mit allem, was der Kühlschrank noch hergab.
(Nein, extra Käse gibt’s nicht. Doch, aber nur wenn ihr Vanessa lieb fragt.)
Plancha-Wurst Deluxe
Die legendäre Bratwurst, so knackig, dass selbst die schwedischen Elche neidisch kieken.
Serviert ohne Senffleck-Garantie.
Goodbye-Köttbullar-Edition (leider ausverkauft, wir sind ja hier nich bei IKEA).
Beilagen inklusive:
Getränke: Wasser mit authentischem „Lagerplatz-Aroma“
💬 Chefkoch sagt: „Alles frisch vom Plancha, Freunde – mehr Ruhrpott trifft Schweden nich. Und wat übrig bleibt, frisst der Hund.“
Kaum war der letzte Burger verdaut, stand der Bus wie ein hungriger Drache bereit, alle zu verschlingen. Also: Taschen geschnappt, Schlafsäcke gestopft, und irgendwo zwischen Feldbett und Birkensaft wurde auch die letzte verwaiste Socke geborgen – einsam, aber nicht vergessen.
Dann hieß es: „Tschüss! Ciao! Hej då! Auf Wiedersehen!“ – wahlweise mit Umarmung, Winken oder hektischem „Warte, ich hab noch was im Zelt!“
Und so rollte der Bus los – schwer beladen mit Gepäck, Erinnerungen und ungefähr 27 neuen Mückenstichen pro Person.
Und da war er also: der letzte Morgen. Man hätte meinen können, die Zweibeiner seien erschüttert, dass alles vorbei ist. In Wahrheit trotteten sie nur gähnend zum Frühstück und sahen so zerzaust aus, dass ich mich kurz fragte, ob die Dusche-Strichliste von Vanessa nicht vielleicht doch geschummelt war.
Nach dem letzten Bissen Brot ging’s ans große Abrisskommando: Zelte zusammenklappen, Schlafsäcke reinstopfen, Taschen packen. Überall flogen vergessene Socken herum, und ich durfte live dabei sein, wie 27 Menschen gleichzeitig verzweifelt behaupteten: „Das ist nicht meins!“ Fun Fact: Alles roch gleich – nach Lagerfeuer, Mückenspray und kalten Füßen.
Mittags dann das große Grillfinale: Burger und Bratwürstchen vom Plancha. Ein Duft, der sogar tote Mücken wiederbelebt hätte. Ich saß daneben, moralisch aufrecht, während die Zweibeiner ihre Würstchen verdrückten. Keiner ließ auch nur einen fallen. Eine Schande für die Hundegemeinschaft.
Und dann – der Bus. Plötzlich Panik. Taschen wurden geschnappt, Rucksäcke gestopft, und die letzten vergessenen Socken wie Trophäen eingesammelt. Große Abschiedsszenen: Umarmungen, halb tränenerstickte Witze und mindestens drei „Ach, das war das Beste Lager ever!“-Ansprachen.
Ich selbst blieb natürlich gefasst. Jemand musste schließlich die Würde bewahren, während 40 Menschen im Chor „Tschüssiiiii!“ riefen. Mein Fazit: Sie fahren nach Hause, ich bleibe hier. Und ganz ehrlich – irgendwer muss ja auf das Insektenhotel aufpassen.
Mit einem letzten würdevollen Schwanzwedeln, Euer Fetti 🐾