boje

Boje-Schwedenfreizeit 2013 bis 2025

vom 13. Juli bis 30. Juli 2025

Lenhovda, Småland, Schweden

Es wird laut im Lager

Nach einer langen, aber glücklicherweise reibungslosen 13-stündigen Busfahrt sind wir endlich in Lenhovda angekommen! Die Stimmung im Bus war ausgelassen und gefüllt mit Snacks, Nickerchen in den unmöglichsten Positionen und der immer gleichen Frage (“Sind wir schon daaa?”), aber man hat allen auch angemerkt, wie sehr sie sich nach dem Aussteigen auf frische Luft, Bewegung – und natürlich auf Schweden! – gefreut haben.

Aussteigen und erstmal sammeln
Aussteigen und erstmal sammeln
Persönliche Anweisung durch den Senior-Chef
Persönliche Anweisung durch den Senior-Chef

Zelt-Einzug

Kaum waren wir aus dem Bus gefallen (gefühlt nach 38 Stunden Fahrt und 57 Snackpausen), ging’s direkt los: Zelte beziehen! Und jetzt haltet euch fest – die Zelte standen schon! Kein epischer Aufbaukampf mit Heringen, die grundsätzlich schief im Boden stecken, und auch kein Origami mit Zeltplanen bei blaumen Himmel. Einfach reinspazieren, Luftmatratze aufblasen (per Pumpe, Lunge oder purem Willen), Schlafsack rein – fertig! Glamping auf Schwedisch, quasi. Nur ohne Whirlpool, aber mit Mückenspray deluxe.

Natürlich dauerte es keine fünf Minuten, bis das erste kleine Chaos losbrach: „Wo ist mein Kissen?!“, „Wieso hab ich plötzlich zwei linke Schuhe?“ und „Hat jemand meine Zahnbürste gesehen… oder benutzt?!“ Aber mit viel Gelächter, leichtem Gepäck-Tetris und gegenseitiger Hilfe hat sich jeder schnell sein kleines Zeltreich eingerichtet. Und ganz nebenbei: der erste Beweis, dass Teamwork bei uns großgeschrieben wird. Als letzte Hoffnung gibt es immer den Zelt-Paten als Ansprechpartner, der alle Fragen rum um das Zelt und den strengen Zeltregeln beantworten kann.

Zelte

Gelände-Scouting

Am Nachmittag hieß es: Expedition Basecamp! Gelände-Scouting deluxe stand auf dem Plan. Wo ist der See? Wo duscht man, ohne dass plötzlich eine Spinne mitduschen will? Und – die wichtigste aller Fragen – wie funktioniert dieses legendäre „Blumsklo“?

Bei unserer Einführungsrunde wurden all diese lebenswichtigen Fragen geklärt – inklusive der heiligen Regeln rund ums stille Örtchen. Und Leute, haltet euch fest: Das Klo hier ist kein normales Klo. Nein. Es ist ein echtes Natur-Hightech-Wunder! Für’s kleine Geschäft gibt’s eine Dachrinne (ja, wirklich – eine Dachrinne), die elegant das Flüssige wegführt. Und das große Geschäft? Das plumpst zielsicher in eine trockene Kammer – getrennt wie bei einem richtig guten Mixtape: bloß nicht durcheinander bringen!

Also: Wer hier wild drauflos pinkelt, wo eigentlich das große Geschäft hin soll (oder schlimmer noch: Klopapier in die Rinne stopft), bringt das ganze ökologische Gleichgewicht zum Wanken – und kriegt garantiert böse Blicke vom Blumsklo-Polizei-Team.

Zwischendurch gab’s natürlich einige „Hä?!“-Gesichter, ein paar Lachflashs und viele Aha-Momente („Ach, so benutzt man eine Trenntoilette…“). Zum Abschluss dann der große Regeltest – kein Scherz! Wer aufgepasst hat, wusste: Boote nur mit Schwimmweste, und Klopapier gehört nicht in die Rinne – sondern in die “Trocken”-Kammer 😉

Baywatch

Was macht man, wenn Schweden 26 Grad, Sonnenschein und blauen Himmel liefert? Richtig: Man lässt alles stehen und liegen – und rennt wie in Zeitlupe Richtung See! (Wer dabei nicht automatisch die Baywatch-Melodie im Kopf hatte, war eindeutig zu jung oder zu wach.) Zum Glück liegt unser See direkt am Lager – quasi unser eigenes kleines Hollywood-Strandset, nur mit Steg statt Strandbar und Schwimminsel statt Jet-Skis.

Nach dem Mittag hieß es also: Badezeug an, Sonnencreme drauf und ab ins Wasservergnügen! Es wurde geplanscht, gespritzt, gebadet und auf der Schwimminsel relaxt wie bei einer schwedischen Wellness-Ausgabe von Baywatch. Eine besonders sportliche Truppe wollte’s wissen und schwamm mal eben bis zur anderen Seeseite – Respekt! (Der Rückweg war dann etwas weniger heldenhaft, dafür mit deutlich mehr Keuchen.)

Und mittendrin – oder besser gesagt: am Rand mit glasklarem Überblick – stand sie: Bademeisterin Alex, unsere ganz persönliche Mitch-Buchannon-Variante. Nur cooler, mit besserem Sonnenhut und definitiv weniger Drama mit Jet-Skis. Mit Argusaugen, Sonnenbrille und Rettungsboje in Griffweite bewachte sie unser Baden wie ein Profi – bereit, jeden noch so wilden Kopfsprung oder Wasserbomben-Unfall souverän zu managen.

Ob Trillerpfeifenalarm oder dramatischer „Langsam-aus-dem-Wasser-steigen“-Moment: Alex war zur Stelle, bevor überhaupt jemand „Baywatch!“ rufen konnte. Und dank ihrer Supervision war der Nachmittag nicht nur sonnenverwöhnt und lustig, sondern vor allem eines: sicher.

Abendprogramm

Zum krönenden Abschluss dieses epischen ersten Tages wurde am Abend nochmal richtig aufgedreht – unter dem Motto: „Name? Hilfe! Wer bist du?!“ Das Ziel: aus „Hey du da mit der blauen Zahnbürste“ wird endlich „Ah, das ist Leo, der seinen Rucksack im Buss vergessen hat!“

Und damit keiner unentdeckt bleibt, kamen unsere zwei Spielleiter-Legenden Alex und Tristan höchstpersönlich auf die Bühne – stilecht im Elchkostüm. Mit Geweih, Plüschpo und vollem Einsatz. Die beiden führten durch den Abend wie eine Mischung aus schwedischem Fernsehgarten und chaotischer Comedy-Show.

Was folgte, war ein Feuerwerk der Kennenlernspiele: Beim Gruppen-Speed-Dating wurden mehr Namen ausgetauscht als auf einem Klassentreffen. Bei der Namenskette gab’s kreative Wortakrobatik und den ein oder anderen Knoten im Gehirn („Ich bin Lara, danach kommt Max, dann… äh… Pizza?“). Und bei „Wer bin ich – mit Vornamen?“ wurde geraten, geraten – und oft auch komplett danebengelegen. („Bist du ein Kevin?“ – „Ich heiße Lisa.“)

Das Lager wurde durchgemischt, gelacht wurde bis die Bäuche wehtaten, und spätestens beim „Ich-bin-der-Elch-und-du-bist-dran“-Spiel waren alle komplett drin. Selbst die sonst so stillen Teilnehmer wurden von Alex’ Elch-Samba oder Tristans dramatischer Namens-Pantomime aus der Reserve gelockt.

Das Fazit des Abends:
✓ Namen gelernt.
✓ Menschen gefunden.
✓ Elche gesehen.
✓ Und das Zeltlager offiziell mit jeder Menge Spaß eröffnet.

Und das war nur Tag 1. Wir sagen: Challenge accepted, Schweden – das wird legendär! 🇸🇪🦌✨

Keine Frage – Fetti ist natürlich auch am Start! Jemand muss ja hier für Ordnung sorgen… also moralisch zumindest. Während alle durchs Lager wuseln, chillt Fetti mit majestätischer Ruhe auf seinem Logenplatz (auch bekannt als das schattige Fleckchen neben der Küche) und behält alles im Blick.

Ob jemand sein Müsli heimlich mit dem Finger isst, barfuß zur Toilette schleicht oder schon wieder die Schwedenflagge umfunktioniert – Fetti weiß Bescheid. Mit einem einzigen Blick sagt er: „Ich bin nicht wütend. Nur enttäuscht.“ 🐾

Kurz gesagt: Der Lagerhund ist da, die Kontrolleinheit schnuppert mit – und niemand entkommt seinem flauschigen Blick der Gerechtigkeit.